Südafrika

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Wusstet Ihr schon, dass…

von Mareike Hinrichs

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Südafrika über drei Hauptstädte verfügt (Pretoria: exekutiv; Kapstadt: legislativ; Bloemfontein: rechtssprechend) – die längste Weinroute der Welt hat – der zweitgrößte Exporteur von Früchten ist – das Land mit der drittgrößten biologischen Vielfalt ist – die schnellsten Landtiere beheimatet (unter anderem Geparden, Springböcke, Strauße und Löwen) – die vielfältigsten Landschaften aufweisen kann (von Wüste über Gebirge und Grasflächen bis hin zu subtropischen Wäldern – über die weltweit stärkste Bergbauindustrie und nach Australien über die meisten Windräder auf seinen Farmen verfügt – Zweidrittel des Stroms für ganz Afrika produziert – diesen Strom zwar zu günstigsten Preisen anbietet, aber in letzter Zeit häufig „load shedding“ (geplante Stromausfall durch den südafrikanischen Stromanbieter ESKOM) erlebt – das erste afrikanische Land ist, in dem die erste FIFA Weltmeisterschaft (2010) stattfand – die einzige Straße besitzt, in der zwei Friedensnobelpreisträger wohnten (Nelson Mandela & Erzbischof Desmond Tutu) – als einziges Land seine nuklearen Waffen freiwillig abgegeben hat – seine Bewohner Ampeln nicht als „traffic lights“, sondern als „robots“ bezeichnen – das Wort „lekker“ aus dem Afrikaans stammt, fast von allen Südafrikanern in den Sprachgebrauch aufgenommen und als Äquivalent für „toll“ verwendet wird – der Zeitbegriff sehr dehnbar ist (now, just now, now now) – Minitaxifahrerneuigkeit_bild_linksmitten auf der Straße stoppen, um Passagiere einzuladen – der Seitenstreifen auf den Straßen oft dafür genutzt wird, um schnellere Fahrzeuge vorbeizulassen und der Fahrstil sich in den jeweiligen Großstädten unterscheidet? Selbst für diejenigen, die das Land bereits besucht haben, gibt es sicherlich Punkte, die einem möglicherweise nicht im Vorfeld und vielleicht auch nicht nach Rückkehr bewusst waren… mir ging es teilweise ähnlich. Aber man lernt nie aus!

Ich übernehme keine Garantie für die Korrektheit all dieser Aussagen. Zwar habe ich einige Fakten überprüft, aber auch viele niedergeschrieben, die ich mir gut vorstellen kann von dem, was ich bisher vom Land gesehen und hier erlebt habe! Zudem habe ich mich sehr darum bemüht, Euch nicht mit unnützem, sondern wertvollem Wissen auszustatten. Die Liste könnte noch unfassbar lang erweitert werden. Denn eins ist für mich und auch viele, die vor oder nach mir dort waren klar: Südafrika ist ein Land mit kultureller, landschaftlicher und biologischer Vielfalt sowie sprachlichen Besonderheiten. Letztlich gilt es, wie auch für jedes andere Land auf dieser Welt auch, Südafrika selbst zu erkunden, eigene Erfahrungen zu sammeln und mit sie schließlich mit anderen zu teilen. Ich würde mich deshalb sehr über Kommentare von Euch freuen!

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Über Mareike Hinrichs

Ich bin eine junge und motivierte Studentin der Uni Oldenburg und stehe kurz vor Abschluss meines Bachelors in den Fächern Sozialwissenschaften und Ökonomische Bildung. Anstatt diese Fächer später in der Schule zu unterrichten, strebe ich eine Karriere als Attaché im Auswärtigen Amt oder einer nahen internationalen Organisation an, die sich Entwicklungsarbeit zum Schwerpunkt gesetzt hat. Dieses Berufsziel erfordert nicht nur viel Engagement, Sprachkenntnisse und studienbezogene Leistungen, sondern vor allem Auslandserfahrung. Deshalb stand für mich fest, diese Erfahrung im Rahmen meines Studiums sammeln zu wollen. Aber warum in Südafrika? Die Frage wurde mir schon des Öfteren gestellt und kann im Prinzip ganz leicht beantwortet werden. Während meiner Abiturprüfungen im Jahr 2011 beschloss meine Oma mit ihren beiden Töchtern für einen Monat nach Südafrika zu reisen, um das Land kennenzulernen und meine Großtante nahe Kapstadt zu besuchen. Nach ihrer Rückkehr erzählten sie mir, meinem Papa und meinen zwei jüngeren Brüdern von all den Eindrücken, die sie während dieser Zeit gesammelt haben. Die Erzählungen und Bilder faszinierten mich. Als ich mein Studium im selben Jahr an der Uni Oldenburg begann, stand für ich fest: ein Auslandssemester in Südafrika soll es sein! Ich lernte im Rahmen des Buddy-Programms der Uni Oldenburg zwei südafrikanische Freundinnen kennen. Sie haben mich sehr zu einem Studium in Südafrika ermutigt und mich mit dem nötigen Wissen ausgestattet, was im Vorfeld eines solchen Aufenthaltes auf dem Plan stehen sollte. Ich versprach also, ihnen einen Gegenbesuch abzustatten. Die Partnerschaft mit der Nelson Mandela Metropolitan University (NMMU) existiert seit 1998 und es sind schon viele Studierende vor mir nach Port Elizabeth (PE) gegangen, um die Studienzeit so gut wie möglich zu nutzen. Dafür, sich selbst und Menschen anderer Kulturen besser kennenzulernen und Erfahrungen über ein Leben im Ausland zu machen, die garantiert den eigenen Horizont erweitern. Ein afrikanisches Sprichwort lautet: „Träumen heißt: durch den Horizont blicken.“ Alle, die sich nun angesprochen fühlen, finden hier weitere Informationen über die Uni und andere bestehende Partnerschaften: http://www.uni-oldenburg.de/index.php?id=21074. Während meines 6-monatigen Aufenthaltes im vergangenen Jahr hat sich Südafrika zu meiner zweiten Heimat entwickelt. Ich habe mir vorgenommen, noch mindestens einmal in dieses Land zurückzukehren. Und habe es geschafft! Im Rahmen des ICET Projektes der Uni Oldenburg (http://www.uni-oldenburg.de/wire/entrepreneurship/internationales/suedafrika/) arbeite ich zurzeit an einem Buch über Social Entrepreneurinnen aus Südafrika und Deutschland. Nebenbei werkel ich fleißig an meiner Bachelorarbeit, in der ich mich mit nachhaltigen Hausbauprojekten in den Townships Südafrikas beschäftige. Ein äußerst spannendes Thema, für welches ich Interviews mit Bewohnern des Walmer Townships in PE führen möchte. Bereits im letzten Jahr habe ich bei der Bildungsorganisation Masifunde Kinder und Jugendliche bei ihren Hausaufgaben unterstützt. Masifunde wurde 2004 von einem deutschen, ehemaligen Studenten der NMMU gegründet und bedeutet „Lasst uns lernen“ auf isiXhosa, eine der 11 Landessprachen Südafrikas und die meistgesprochene Sprache in der Eastern Cape Provinz. Ich eignete mir hier und auch während eines Sprachkurses an der NMMU einige Grundlagen in dieser Sprache an, die nicht leicht erlernbare Klicklaute beinhaltet. Bereits das „X“ in Xhosa wird durch einen Klick ersetzt. Nach meiner Rückkehr hatte ich das Bedürfnis, meine Erlebnisse in Südafrika mit anderen zu teilen und die gemeinnützige Organisation weiterhin zu unterstützen. Ich trat der Regionalgruppe Masifunde Oldenburg bei, half bei Veranstaltung wie dem internationalen Sommerfest an der Uni und entwarf einen zweisprachigen Kalender über Südafrika für 2015. Darin kläre ich über die Arbeit der Bildungsorganisation auf und stelle das Land in all seinen Facetten dar. Ich nutzte meine kreative Ader und kreierte mit den Fotos vom ersten Aufenthalt mein erstes eigenes Projekt. Ich verkaufte den Kalender in Deutschland und PE und sammelte dadurch einen Spendenbeitrag für Masifunde. Von dem Geld habe ich kürzlich Schulmaterialien für die Kids des Homework Clubs besorgt, die ich ihnen zeitnah überreiche. Angestrebt wurde außerdem, dass mehr Menschen die Bedeutung von Unterstützung zur Förderung des enormen Potenzials der Menschen in vielen Regionen Afrikas erkennen und die leider noch häufig bestehenden Vorurteile aus dem Weg geschaffen werden. Das Land beeindruckt vor allem durch seine Geschichte, seine Menschen und deren Mentalität sowie seine abwechslungsreiche Landschaft - all dies ist unter verschiedenen Themen: u.a. Kultur, Tierwelt, Weingüter, Kapstadt und Nelson Mandela im Kalender enthalten. Auf der Rückseite zu jedem Monatsblatt sind die Orte, Personen und Gegenstände auf den Fotos beschrieben, damit man diese möglicherweise selbst entdecken kann. Seit Anfang 2013 bin ich beim Internationalen Institut für nachhaltiges Energiemanagement, Politik, Risiko und soziale Innovationen (INEP) tätig, welches seinen Sitz in Uetze nahe Hannover hat. INEP hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensqualität auf unserem Globus mithilfe nachhaltiger Strategien zu verbessern. Ich arbeite dort an einem Bildungsprojekt für Frauen in Simbabwe mit und beschäftige mich in meiner Abschlussarbeit mit dem von Prof. Dr. Bernd Heins entwickelten African Sustainable House. Einem Low-Cost-Haus, welches beabsichtigt, die Situation der Bewohner aus den Townships zu verbessern. Auf diesem Blog werde ich Euch an meinen Erlebnissen teilhaben lassen und freue mich, wenn sich mehr Deutsche dazu entschließen, dieses beeindruckende Land zu besuchen. :)

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verfasst von: Mareike Hinrichs

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