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»kulturweit«

von Mareike Hinrichs

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Wie komme ich nach dem Abitur oder im Studium ins Ausland ohne dafür ein Vermögen auszugeben, welches ich nicht auf dem Konto habe? Diese Frage habe ich mir, wie möglicherweise viele andere in meinem Alter, auch gestellt. Viele Eltern sind mit den Plänen Ihrer Kinder überfordert. In finanzieller Hinsicht ist nicht das nötige Kleingeld da, um für Flug, Untergeld und den Lebensunterhalt im Ausland zu zahlen. Einerseits würde ich Euch gerne in diesem Artikel Hoffnung geben, dass ein solches Vorhaben mit einem gewissen Ehrgeiz und mit viel Motivation realisierbar ist. Anderseits möchte ich Euch einen Freiwilligendienst vorstellen, von dem Ihr Euren Enkeln, Töchtern oder Söhnen, Freunden oder Freundinnen erzählen könnt.

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Der vom Auswärtigen Amt geförderte internationale Freiwilligendienst »kulturweit« besteht seit 2009 und sendet junge Menschen im Alter von 18-26 Jahren für 6 oder 12 Monate ins Ausland. Die Einsatzstellen, bei denen sich die Freiwilligen engagieren können, befinden sich in Ländern des globalen Südens in Afrika, Asien und Lateinamerika sowie in Staaten Mittel- Südost- und Osteuropas. Wählen kann man das gewünschte Land nicht, aber es ist möglich, eigene Präferenzen anzugeben. Ziel der Initiative ist es, die kulturelle Zusammenarbeit zu fördern, nachhaltige Netzwerke aufzubauen und dass Freiwillige ein differenziertes Deutschlandbild im Ausland vermitteln. Diese Möglichkeit wird bei verschiedenen Partnern im Ausland angeboten. Dazu zählen der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), das Deutsche Archäologische Institut (DAI), die Deutsche Welle Akademie (DW), das Goethe-Institut, der Pädagogische Austauschdienst (PAD) und die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) sowie UNESCO-Nationalkommissionen. Es sind also verschiedenste Bereiche, in denen man sich einbringen kann. Die zuletzt genannte Einsatzstelle, die UNESCO NatCom in Maseru, Lesotho, werde ich ab September für 12 Monate unterstützen. Über meine Erfahrungen vor Ort führe ich natürlich wieder fleißig Blog: http://kulturweit-blog.de/colorblind/

Es handelt sich um ein bezahltes FSJ, wobei man ein monatliches Taschengeld von 350 Euro zur Verfügung hat (Anspruch auf Kindergeld bleibt während des Freiwilligendienstes bestehen), Kosten für Flug (pauschal) und Krankenversicherung sowie ein Sprachkurs im Gastland werden bezuschusst. Wenn man sich vorher noch ein wenig Taschengeld für Reisen anspart, ist ein solcher Auslandsaufenthalt auf jeden Fall ein unvergessliches Erlebnis. Weitere Informationen sind nachzulesen auf der Website: http://www.kulturweit.de/de.html

Diejenigen, die BAföG beziehen (dabei spielt die Höhe des Betrages keine Rolle!), können während ihres Studiums ein Auslandssemester bezuschusst bekommen (siehe: http://www.auslandsbafoeg.de/auslandsbafoeg/). Es gibt weiterhin den Satz wie im Inland + Auslandszuschlag je nach Land, einen Zuschuss zur Krankenversicherung, die Reisekosten und Studiengebühren bis 4.600 Euro werden ebenfalls übernommen! Ansprechpartner sind hier die Mitarbeiter im International Student Office der Heimuniversität. Von den Universitäten werden oftmals Stipendien wie Erasmus, PROMOS, Step Out oder der Mobilitätszuschuss ausgeschrieben, worauf sich Studierende, die ein Auslandssemester (oder zwei) planen, bewerben können. Viel Glück an alle, die dies noch vor sich haben und eine tolle Zeit im Ausland! Traut Euch 🙂

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verfasst von: Mareike Hinrichs

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