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Hausbauprojekte in den Townships

von redakteur

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Voller neuer und auch prägender Eindrücke über die Lebensweise in einem der vielzähligen Townships Südafrikas kehrte ich in ein mehrere tausend Kilometer entferntes Land zurück, in dem Armut anders definiert wird. Kaum jemand verlässt Südafrika, ohne etwas gelernt zu haben. Und das ist, dass man zufrieden sein sollte mit dem, was man im Leben hat. Was ich mir im Nachhinein immer wieder eingestehen musste, ist die Tatsache, dass dies leider viel zu wenige Menschen zu schätzen wissen. Kinder, die im Township aufwachsen dafür aber umso mehr. Die Lebensumstände sind dort nicht immer einfach, aber es wird das Beste draus gemacht. Diese Einstellung ist meiner Ansicht nach sehr bemerkenswert.

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In diesem Artikel möchte ich meine Erfahrungen mit Euch teilen, die ich während der Recherche für meine Bachelorarbeit in Südafrika sammelte. Diese verfasste ich über nachhaltige Hausbauprojekte in den Townships. Mir war es wichtig, ein Thema von hoher Relevanz zu wählen, welches mich gleichzeitig so fesselt, dass ich gerne darüber schreibe. Mit ein wenig Glück bekam ich die Chance, über ein PROMOS Stipendium die Flugkosten nach Südafrika erstattet zu bekommen. Damit stand meinem Vorhaben absolut nichts mehr im Wege. Mit dem Thema im Gepäck startete ich meine Recherche zunächst durch Verfolgung lokaler Zeitungen und Erzählungen von Bekannten. Da ich selbst empirische Daten erheben wollte, suchte ich im Anschluss nach geeigneten Interviewpartnern aus dem Walmer Township in Port Elizabeth, auf welches sich meine Arbeit konzentriert. Allein diese Suche stellte sich als keine leichte Angelegenheit heraus. Denn als blondes Mädchen mit heller Hautfarbe fällt man im Township nur unnötig stark auf. Ich konnte also nicht einfach Menschen auf der Straße ansprechen, sondern nutzte stattdessen lokale Kontakte, die für mich den Kontakt zu den Bewohnern herstellen konnten. Ein Reiseführer namens Kevin, der sich aktiv im ANC (African National Congress) engagiert, war mir dabei eine große Hilfe. Er nahm mich mit zu Treffen, bei denen Bewohner der Gemeinde ihre Anliegen und Bedürfnisse äußern können. Dort stellte ich den Kontakt mit zweien meiner späterenInterviewpartner her. Kevin war es auch, der mir ein Treffen für ein Interview mit dem CEO eines Hausprojektes namens ‚Walmer Link‘ organisierte, an welches ich vermutlich nicht ohne Weiteres herangekommen wäre. Letztlich gelang es mir, zwei Experteninterviews und drei Gespräche mit Bewohnern aus dem Walmer Township zu führen. Aus Sicherheitsgründen traf ich mich mit ihnen zunächst außerhalb des Townships und begleitete sie dann zu ihrem Zuhause. Was sie mir dann anvertrauten, hat in mir Mitgefühl, Unverständnis und sogar Wut ausgelöst. Über die Ergebnisse meiner Arbeit erfahrt ihr dann in meinem nächsten Artikel…

Diese Neuigkeit ist den Themenbereichen Nützliche Informationen, Unterkunft, Unterwegs & Wohnen & Leben zugeordnet.

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