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Deutsche Kolonie in Chile

von redakteur

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Im Süden Chiles, in der Region Los Lagos, liegt ein Ort namens Puerto Varas, an dem sich eine deutsche Kolonie mit Restaurants, einer Schule, einem Krankenhaus und einer Kirche eingerichtet hat. 1848 gegann die Ansiedlung von Deutschen beispielsweise aus Zittau. Heute leben noch rund 200.000 deutschstämmige Chilenen in der Gegend. 150 Hektar Land, ein Pferd, ein Ochsengespann, eine Kuh, 200 Bretter und Nägel, Werkzeug, Saatgut und Steuerfreiheit für 15 Jahre wurde deutschen Auswanderern als Startkapital versprochen. Jedoch war das Land sehr unzugänglich. Es mußte Wald gerodet werden und sämtliche Infrastruktur selbst erstellt werden. Ein mühevolles Unterfangen für die Pionierregion, wie im Heimatmuseum dargestellt ist.
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„Vom Strand bis zu den Bergen nichts als Urwald“ schrieben daher auch die ersten Einwanderer über ihre neue Heimat zwischen Pazifik und Anden, in der sie nacheinander verschiedene Städte gründeten: 1852 Puerto Montt, 1854 Puerto Varas und 1856 Frutillar. Letzteres erinnert an ein großes Freilichtmuseum, vor allem in dem am 877 Quadratkilometer großen Llanquihue-See gelegenen Stadtteil Bajo. Bunte Holzhäuser mit Schindeln gedeckt, Blumen in den Vorgärten und auf den Fensterbänken und Cafés, die Kuchen und Strudel anbieten. Aus den Boxen der Geschäfte ertönen deutsche Schlager und Seemannslieder. Die liebevoll angelegte Musikstraße zieren rot getünchte Holzhäuser mit den in Weiß gehaltenen Vornamen großer deutschsprachiger Komponisten wie Beethoven oder Strauss.

Das 1984 gegründete Museo Colonial Alemán zeigt deutsche Siedlungsgeschichte im Süden Chiles. Auf drei Hektar präsentiert das kleine Museum verschiedene Wohnhaustypen der deutschen Einwanderer, aber auch eine funktionierende Wassermühle, eine Schmiede und eine kleine Kapelle. Und am Pier von Frutillar streckt sich das größte Konzerthaus in Chile fast 100 Meter weit ins Wasser des Llanquihue. Mit einer Breite von bis zu 50 Kilometern wirkt der beliebte Badesee wie ein riesiges Meer, von dessen Ufer aus der Blick immer wieder auf die Vulkane Osorno und Puntiagudo fällt.

Der Photograph Matthias Unger aus Berlin hat die heutigen deutschstämmigen Bewohner Chíles porträtiert.

www.ms-unger.de/chile

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