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Campusleben an der NMMU

von redakteur

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Welche Universität kann schon von sich behaupten, dass der Campus ein Naturreservat ist, auf dem Affen, Zebras und Springböcke beheimatet sind. Ein Kumpel hat mich zu Beginn erst von dieser Tatsache überzeugen müssen. Also sind wir eines Abends, als die Dunkelheit bereits angebrochen war, gemeinsam zum Campusgelände gefahren und haben Ausschau gehalten. Erst nach einigen aufmerksamen Blicken konnte ich die schwarzen und weißen Streifen einer Zebraherde ausmachen und war natürlich vollkommen fasziniert davon, wie nah sie sich bei den Unigebäuden aufhielten. An einem anderen Tag besuchte ich meine Freundin Danai in ihrem Büro im zehnten Stock des höchsten Gebäudes auf dem „South Campus“. Von dort aus hat man einen wunderschönen Ausblick auf das Naturreservat und den indischen Ozean. Danai kommt ursprünglich aus Simbabwe und kam vor einigen Jahren zum Studieren nach Port Elizabeth. In 2013 absolvierte sie ein Auslandsjahr an meiner Heimatuni in Oldenburg. Dort lernten wir uns auf dem alljährlich stattfindenden internationalen Sommerfest kennen, einige Monate bevor ich in mein Auslandssemester an der NMMU startete. Ach, wie die Zeit vergeht. Nun ist es schon zwei Jahre her, dass ich das erste Mal nach Südafrika gereist bin. Seitdem versuchen wir, uns zumindest einmal im Jahr zu sehen, auch wenn sich dieses Vorhaben über die Distanz sicherlich nicht allzu leicht umzusetzen lässt. Da ich aber heute schon wieder auf dem Weg zum Flughafen bin und ich nicht malneuigkeit_bild_linksmehr neun Stunden im Flieger Richtung Kapstadt sitzen werde, bin ich recht zuversichtlich was dies betrifft. Morgen um diese Zeit lande ich in meiner zweiten Heimatstadt PE. Dort werde ich von meinem Freund und Brenda, einer Dozentin der NMMU, sehnlichst erwartet. Wie ich das Gefühl von Vorfreunde liebe…

Generell lässt sich zu dem Unialltag in Südafrika sagen, dass er mit wesentlich mehr Arbeitsaufwand für die einzelnen Module verbunden ist als es deutsche Studenten gewohnt sind. Wo ich mich abends bei den Treffen der Studenteninitiative um die Planung neuer Projekte gekümmert oder zum Sport gegangen bin, saß ich in Südafrika in meinem Zimmer und habe gepaukt. Für das Modul „Entrepreneurial Skills“ beispielsweise, welches für internationale Studierende sechs Kreditpunkte umfasst, zählten folgende Prüfungsleistungen zum erfolgreichen Abschluss: wöchentliche Hausaufgaben, zwei Tests im Semester, eine 15-seitige Hausarbeit, eine Gruppenarbeit mit Erstellung eines 25-seitigen Businessplans mit der Präsentation der Ergebnisse und abschließend eine Klausur. In dieses Modul war es auch das erste Mal für mich, dass ich damit konfrontiert wurde, was Diskriminierung wirklich bedeutet. Mehr dazu erzähle ich Euch im nächsten Artikel.

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